Nach 40 Jahren erfolgreicher Arbeit wurde es Zeit für etwas Neues.
Zum Firmenjubiläum der Firma Enßlen bekamen wir den Auftrag, nicht nur eine Image-Broschüre mit Einblick in die Historie und die Kompetenzen des Unternehmens zu erstellen, sondern auch eine Modernisierung der Wort-Bildmarke vorzunehmen und mit einem Corporate Design den Grundstein für eine zukünftig einheitliche und moderne Gestaltung zu legen.
Die beiden Geschäftsführer legten dabei viel Wert darauf, dass das bisherige Firmenlogo in seinen Grundbestandteilen erhalten bleibt, um die Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten – weil es sich bei der Firma Enßlen um ein etabliertes Unternehmen in unserer Region mit einem guten Ruf handelt, der natürlich gewahrt werden sollte.
Wir möchten Ihnen hiermit einen kleinen Einblick in den Schaffungsprozess gewähren, der die einzelnen Schritte hin zur fertigen Wort-Bildmarke aufzeigt.
Die folgenden Arbeitsstände sind natürlich nicht für jede unserer Arbeiten pauschalisierbar. Der Weg hin zu einer neuen Wort-Bildmarke ist jedes mal völlig anders und individuell.

Einer ganz großen Aufgabe haben wir uns in dem Zusammenhang gestellt, indem wir die Ähnlichkeit zur „Adidas“-Urform unbedingt beseitigen, aber die Wiedererkennbarkeit wahren wollten. Geholfen hat uns an dieser Stelle die gleichzeitige Erarbeitung des Corporate Designs. Innerhalb der Erläuterung der Corporate Identity (Wer sind wir; was machen wir für wen und welchen Mehrwert schaffen wir?) ist uns aufgefallen, dass durch die Kernbereiche (Schweißtechnik, Pumpen, Elektromotoren, Anlagenbau) und die zusammenfassenden Leistungen am Kunden (die Dienstleistung, der Handel, die Verwirklichung im Anlagenbau) immer etwas entsteht, was fließt, sich bewegt, von „A“ nach „B“ transportiert wird. In Pumpen müssen Stoffe transportiert werden, Elektromotoren treiben meist fördernde Anlagen an, selbst ein Schweißdraht kann automatisch nachgefördert werden.
Wir entwarfen den Schriftzug also völlig neu und integrierten fließende Strukturen, Rundungen, schafften Verbindungen und gezielte Übergänge. Mindestens eine Rundung an jedem einzelnen Element ist zu finden. Selbst die drei Säulen, die für die drei Hauptbereiche stehen, wurden oben an eine aufstrebende Ellipsenform angepasst. Und trotzdem sollte der Schriftzug klar vor den drei Säulen stehen. Wie Leonardo Da Vinci vor über 500 Jahren bereits bemerkte, geht die menschliche Wahrnehmung davon aus, dass das Licht von oben links auf das Objekt fällt, also haben wir den Schatten nach unten rechts herausgestellt. Natürlich als Vollton, um die qualitativ hochwertige Reproduktion medienübergreifend wahren zu können.
Das Element, welches am eindrucksvollsten und natürlichsten diese fördernde Bewegung symbolisiert, ist das „e“. Stark abgewandelt, eigentlich nicht mehr zu diesem serifenlosen Schriftzug passend, und als dritte Ebene noch dazu über dem Nachbarbuchstaben schwebend, ist es das Kerngestaltungselement für das Corporate Design, was Sie in Auszügen hier sehen können …






